Augustusburg im Erzgebirge.
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Historisches Kalenderblatt

  • November 1808 Napoleonische Kriege - Unerwarteter Kälteeinbruch
Im November wurde es so kalt, wie man es gar nicht erwartet hatte.
  • November 1813 Nopoleonische Kriege - Das Schloss wird wieder Lazarett für die Franzosen und Das Fieber breitet sich über die Stadt aus
Jetzt erhielt Stadt Schellenberg Einquartierung von Österreichern, welche von Dresden zurückkamen, und hier einen Rasttag hatten. Mittlerweile kamen auch kranke Franzosen von Dresden hierher aufs Schloss, wo wieder ein Spital eingerichtet wurde; die Verwaltung desselben wurde dem Herrn Bürgermeister Kindermann von Seiten des Justizamtmann Gottschald übertragen, der seines Dienstes in Großwaltersdorf als Vizerichter wieder enthoben worden. Hier sah man erst Elend; diese armen unglücklichen Soldaten erregten das größte Mitleid, denn es waren welche dabei, die kaum 16 bis 17 Jahre alt waren und diese großen Strapazen mit ertragen mussten; ich kannte selbst einen Tambour welcher 14 Jahre alt und aus Paris war, er sprach vollkommen deutsch, da gab es noch viele dergleichen. Die Krankheit brach aufs neue aus, und zwar auf eine schreckliche Art; diejenigen, welche nur eine Spur von Besserung zeigten, wurden nach Böhmen abgeführt, mit elender Kleidung und bei so grimmiger Kälte; alle Tage kam neuer Zuwachs. Nun brach die Krankheit in der Stadt wieder aus, und zwar so, dass es kaum zu beschreiben ist. Ale Tage waren mehrere Leichen; auf dem Schlosse waren alle Säle überfüllt, und auf dem Schlosshof, wo die beiden Reihen Linden stehen, lagen oftmals tote Soldaten. Unter diesen Franzosen waren Holländer und Italiener. Es ging so weit, dass die Beamten durch den Lindengarten ihren Weg nahmen, um diesen Anblick auszuweichen. Die toten Soldaten wurden in Wagen in den Wald gefahren und dort begraben, wo schon früher die Sachsen begraben wurden.
  • November 1816 - Die Apotheke in Augustusburg wird eingerichtet
Im Monat November wurde hier in unserer Stadt eine Apotheke vom Herrn A. I. E. Urlandt, welcher von Zwönitz her zog, eingerichtet, was sehr wünschenswert war; dieselbe befand sich zu erst in dem Hause, was dann Herr Tischlermeister Reuter besaß.
  • 25. November 1709 - Die Steuereinnahmen werden gestohlen
Christian Carl Junghanß begegnete das Unglück, dass den 25. November 1709, nachdem er an diesem Tage als Amtsschreiber auf den Förstereien gewesen, zur Nachtzeit aus seiner auf dem Schlosse innengehabten Expeditionsstube, durch gewaltsamen Einbruch 1329 Taler 8 Neugroschen 1/4 Pfennig vorrätig gewesener Steuergelder entwendet wurden; diese Summe ist, als er solches alles am 12. April 1713 mittelst Eides bezeuget, nach einem unterm 8. Juni 1713 ergangenen allergnädigsten Befehl demselben erlassen und in Ausgabe verschrieben worden.
 
  • 1. Dezember 1567 - Der Brunnenbau wird befohlen
Nach vielen vergeblichen Anläufen, scheitert der letzte Versuch Wasser mit Röhren auf das Schloss zu bringen. Ob man nun gleich keine Mühe, Fleiß und Vorsicht sparte, so ging doch dieses Werk nicht so von statten, wie man wünschte. Die Röhren zersprangen, und die Röhrmeister Paul Wiedemannen, Zacharias Tschochnern von Leipzig undingleichen Jacob Herteln von Elterlein, aus Furcht, keine Zeugen dieses misslungenen Werkes zu sein, ließen es unausgearbeitet liegen, und liefen, so zu reden, mit dem Wasser davon, ehe sie solches auf das Schloss gebracht hatten. Während dieses unglücklichen Baues erging von Kurfürst Augusto an Hieronymus Lottern und Urban Schmidten, den Amtschösser, im Jahre 1567 den 1. Dezember ein Befehl, sich mit dem Bergmeister Martin Planer zu bereden, dass er, wenn er sich auch gleich getraute, ein Röhrwasser auf den Schellenberg zu bringen, doch allen Fleiß anwenden solle, im künftigen Schlosse Augustusburg einen Brunnen 6 Ellen weit zu hauen und zu fertigen, damit selbiger, so viel möglich, noch vor der Fastenzeit zu Stande kommen möchte.
  • 1. Dezember 1760 Siebenjähriger Krieg - Die Stadt muss 3.000 Taler aufbringen
Den 1. Dezember erging preußische Ordre, dass Stadt Schellenberg binnen einer Frist von 6 Wochen 3.000 Taler Brandschatzung erlegen sollte, von 14 Tagen zu 14 Tagen 1.000 Taler, welche von dem Vermögen eingebracht werden sollen, bei der allerschärfsten Drohung. Da gab es abermals große Not bei solcher ohnehin schon so sehr bedrängten Zeit.
  • 4. Dezember 1762 Siebenjähriger Krieg - Die Preußen nehmen Geiseln
Den 4. Dezember kam ein Kommando schwarzer Husaren und holten den Amtslandrichter, wie auch noch zwei Gerichtsschöppen als Geiseln nach Chemnitz, wegen Schaffung der Gelder von Stadt Schellenberg; in der Stadt Zschopau und Oederan hatten sie gleichfalls drei Mann abgeholt. In Hennersdorf hatte auch ein Baum im Walde einen Holzmacher erschlagen
 
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