Augustusburg im Erzgebirge.
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Historisches Kalenderblatt

  • 21. November 1634 Dreißigjähriger Krieg - Die Stadt Zschopau wird in Brand gesteckt
Der am 21. November 1634 von den Truppen des Generals Holke angelegten Brand zerstörte in Zschopau einen großen Teil der Häuser.
  • 22. November 1762 Siebenjähriger Krieg - Die Besatzer verlangen 300ß Taler oder "Das Nest wird angezündet"
Den 22. kam ein Husar mit Ordre, dass der hiesige Amtssteuereinnehmer und noch Jemand aus dem wohllöblichen Amte sich nach Chemnitz zu dem Herrn Obersten gestellen sollten, da dem Amtssteuereinnehmer angedeutet wurde, binnen 48 Stunden die Steuergelder einzusenden, desgleichen dem Amte, die rückständigen Reste von etlichen tausend Talern gleichfalls abzutragen, oder die in dem Kriege gebräuchlichen Zwangsmittel zu gebrauchen. Den 23. November kam Ordre an die Gerichte in hiesige Stadt, wegen der geforderten 3.000 Taler Brandschatzung, dass solche sollten in einer Frist von 48 Stunden bar erlegt werden, oder eine Rest-Tabelle, wie viel denn jede Person noch restieret. Hierauf begab sich der
Amtslandrichter nebst einem Bürger nach Chemnitz zu dem Obersten, Vorstellung zu machen, dass bei so großer Teuerung die meisten Menschen Hunger leiden müssten. Darauf hat der Oberst geantwortet: bei Gott ist Gnade, aber bei den Menschen nicht. Er hat ihnen gar kein Gehör gegeben, sondern gab ihnen noch 48 Stunden Zeit; er hatte hierbei die größten Flüche getan und gesagt, wenn die gebräuchlichen Zwangsmittel noch nicht helfen, so würde man ohne Weiteres das Nest anzünden.
Die Hungersnot nahm auch überhand, unter den Kindern gingen Krankheiten herum.
  • 19. November 1858 - Das Lehngericht in Marbach brennt
Den 19. November, des nachts, brannte das Lehngericht zu Marbach gänzlich ab.
 
  • November 1808 Napoleonische Kriege - Unerwarteter Kälteeinbruch
Im November wurde es so kalt, wie man es gar nicht erwartet hatte.
  • November 1813 Nopoleonische Kriege - Das Schloss wird wieder Lazarett für die Franzosen und Das Fieber breitet sich über die Stadt aus
Jetzt erhielt Stadt Schellenberg Einquartierung von Österreichern, welche von Dresden zurückkamen, und hier einen Rasttag hatten. Mittlerweile kamen auch kranke Franzosen von Dresden hierher aufs Schloss, wo wieder ein Spital eingerichtet wurde; die Verwaltung desselben wurde dem Herrn Bürgermeister Kindermann von Seiten des Justizamtmann Gottschald übertragen, der seines Dienstes in Großwaltersdorf als Vizerichter wieder enthoben worden. Hier sah man erst Elend; diese armen unglücklichen Soldaten erregten das größte Mitleid, denn es waren welche dabei, die kaum 16 bis 17 Jahre alt waren und diese großen Strapazen mit ertragen mussten; ich kannte selbst einen Tambour welcher 14 Jahre alt und aus Paris war, er sprach vollkommen deutsch, da gab es noch viele dergleichen. Die Krankheit brach aufs neue aus, und zwar auf eine schreckliche Art; diejenigen, welche nur eine Spur von Besserung zeigten, wurden nach Böhmen abgeführt, mit elender Kleidung und bei so grimmiger Kälte; alle Tage kam neuer Zuwachs. Nun brach die Krankheit in der Stadt wieder aus, und zwar so, dass es kaum zu beschreiben ist. Ale Tage waren mehrere Leichen; auf dem Schlosse waren alle Säle überfüllt, und auf dem Schlosshof, wo die beiden Reihen Linden stehen, lagen oftmals tote Soldaten. Unter diesen Franzosen waren Holländer und Italiener. Es ging so weit, dass die Beamten durch den Lindengarten ihren Weg nahmen, um diesen Anblick auszuweichen. Die toten Soldaten wurden in Wagen in den Wald gefahren und dort begraben, wo schon früher die Sachsen begraben wurden.
  • November 1816 - Die Apotheke in Augustusburg wird eingerichtet
Im Monat November wurde hier in unserer Stadt eine Apotheke vom Herrn A. I. E. Urlandt, welcher von Zwönitz her zog, eingerichtet, was sehr wünschenswert war; dieselbe befand sich zu erst in dem Hause, was dann Herr Tischlermeister Reuter besaß.
  • 25. November 1709 - Die Steuereinnahmen werden gestohlen
Christian Carl Junghanß begegnete das Unglück, dass den 25. November 1709, nachdem er an diesem Tage als Amtsschreiber auf den Förstereien gewesen, zur Nachtzeit aus seiner auf dem Schlosse innengehabten Expeditionsstube, durch gewaltsamen Einbruch 1329 Taler 8 Neugroschen 1/4 Pfennig vorrätig gewesener Steuergelder entwendet wurden; diese Summe ist, als er solches alles am 12. April 1713 mittelst Eides bezeuget, nach einem unterm 8. Juni 1713 ergangenen allergnädigsten Befehl demselben erlassen und in Ausgabe verschrieben worden.
 
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