Augustusburg im Erzgebirge.
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Historisches Kalenderblatt

  • 27. Januar 1761 Siebenjähriger Krieg - Preußische Werber fangen Bürger ein.

Den 27., nachmittags kam ein preußisches Kommando von 19 Mann Dragoner nebst Oberoffizier hier in die Stadt; sie quartierten sich in den Gasthof, aber wider alles Vermuten nahmen sie auf den Gassen alle Mannspersonen weg die sie antrafen, gingen auch in die Häuser und nahmen alle die ihnen anständig waren. Da gab es neue Not, was entspringen konnte lief in den Wald, trotz des vielen Schnees und der großen Kälte. Wie die Preußen nun zusammenhatten, was sie bekommen konnten, wurden sie in das wohllöbliche Amt gebracht, sie hatten auch schon welche von den Amtsdorfschaften, welche auf das Schloss in Gewahrsam gebracht wurden. Durch vieles Bitten wurde ein Bürger nach dem andern herausgelassen. Es wurde auch bei so finsterer Nacht von dem Amte eine Deputation zu dem General nach Freiberg geschickt, um solch unvermutetes Verfahren zu melden, mit Bitten solche gewaltsame Anwerbung abzuwenden. Es hat aber wenig stattgefunden. Besagtes
Werbe-Kommando ging in die Amtsdorfschaften, wo sie hernach dieselben Herdenweise in das Amt brachten und in einer Stube aufbewahrten; dann wurden sie gleich auf drei Schlitten nach Freiberg geliefert, und das Kommando ging wieder auf andere Amtsdorfschaften.

 
  • 30. Januar - 2 Februar 1572 - Die Schlosskirche wird als erste evangelische Kirche geweiht
Die Schlosskirche auf Schloss AugustusburgSie ist am 30. Januar, 1. und 2. Februar 1572 von dem damaligen Hofprediger, Magister Philipp Wagner feierlich eingeweiht, und dem damaligen Stadtpfarrer, Matthias Seydel, mit der vom Kurfürst August angeordneten Bestimmung übergeben worden, dass von dieser Zeit an, jeden Sonn- und Festtag der Gottesdienst mit Predigt und Kommunion darin gehalten werden solle. Gleichzeitig wurde diesem Pfarrer und seinen Nachfolgern zu seiner Besoldung als Schlossprediger noch ein außerordentliches Tranksteuerbenefizium von zwei steuerfreien Bieren, nach zwei Komotauer Malzen, als eine besondere Begnadigung im Jahre 1572 gnädigst zugesichert, wie solches in den Pfarrmatrikeln zu finden ist.
  • 1. Februar 1637 30-jähriger Krieg - Schweden zünden Höfe an

So wurde auch das Vorwerk, das jetzigeErbgericht, nebst 4 Bauerngütern zu Grünberg von den Schweden angezündet.

  • 8. Februar 1763 Siebenjähriger Kriegmusste - Preußen verlangt von der Stadt 8000 Taler

Der hiesige Amtslandrichter wird nach Chemnitz zu dem Obersten Pillerbeck einbestellt und die Forderung eröffnet. Der Amtslandrichter kann die Summe auf 400 Taler herunterhandeln.

  • Anfang Februar 1809 - Hennersdorf unter Wasser

 Der Winter war schon vorüber, es war abereine solche große Eisfahrt, wie lange Zeit nicht gewesen; in Hennersdorf sah es ganz gefährlich aus, denn das halbe Dorf stand unter Wasser.

 

 
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