Historisches Kalenderblatt |
- 7. September 1665 - Lehnrichter wird sein eigenes baufälliges Lehngericht zum Verhängnis
Anno 1664 Martin Rüger, dieser ist 7. September 1665 nachmittags zwischen 4 und 5 Uhr im Gerichte selbst, hinten übern Stall auf den Heuboden gegangen, und weil alles baufällig gewesen, durch den Boden gebrochen, mit dem Kopfe an die Mauer gefallen, so dass er ohne Verstand in 6 Stunden darauf im 49. Jahre seines Alters verstarb.
- Anfang September 1762 Siebenjähriger Krieg - Die Ernte geht zuerst an die Preußen
Den 4. September hat das Amt Augustusburg einen Weichschein auf 8 Tage erhalten; wenn aber die Bezahlung dann noch nicht erfolgen sollte, so müsste die Exekution verdoppelt werden. Den 9. September wurde wieder Lieferung verlangt; weil aber die Ernte noch auf dem Feld war, wurde unterhandelt, und diese Lieferung musste mit 480 Taler binnen 24 Stunden bezahlt werden. Wie die Ernte ihren Anfang genommen hatte, musste Sonntags und Wochentags gedroschen werden, damit nur geliefert werden konnte.
- 9. September 1838 - Besuch des Königs Friedrich August
1838, den 9. September, kam der König Friedrich August nebst Gemahlin auf das Schloss Augustusburg und blieben bei dem Herrn Amts-Inspektor Kaden über Nacht. Die Begeisterung der Einwohner Schellenbergs war groß, und bei dem Lehngericht wurde eine Ehrenpforte gebaut. Viele von den benachbarten Ortschaften hatten sich eingefunden; die Bürgerschützen hatten sich in Parade auf dem Schlosshof aufgestellt. Um halb 6 sechs Uhr traf der König nebst Gemahlin in einem offenen Wagen hier ein. Die beiden Schützen, Moritz Lange und Friedrich Köhler, standen als Ehrenwache bei dem Herrn Amts-Inspektor Kaden. Abends gegen 9 Uhr war Zapfenstreich mit Begleitung von 150 bunten Laternen. Auch wurde diese feierliche Empfangnahme durch das schönste Wetter begünstigt. Abends brannte auf dem Schlosshof eine Pechpfanne, und Pechfackeln wurden dabei verwendet. Den 10. September reisten die Königlichen Majestäten von hier nach Zschopau, wobei es aber regnete.
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