Historisches Kalenderblatt |
- 6. Juli 1649 - Hinrichtung in der Stadt
1649, den 6. Juli, wurde Gottfried Kluge, der seinen Nachbar George Heidenreich erschossen hatte, durch das Schwert hingerichtet.
- 1. Juli 1681 - Eine Bärin entflieht aus dem Bärengarten
Anno 1681 den 1. Juli brachen zwei große Bären in diesem Garten durch die Mauer über dem Troge hinauf durch. Die Bärin fiel des Amtmanns Wolf Christoph Bitterlings Vieh, welches ein Mägdlein hinter dem Schlosse an Ställen hütete, an, verfolgete eine Kuh bis an den Buschgarten, riss sie nieder und verwundete sie am Maul und an der Brust. Zwei vorübergehende Bürger und Fleischer trieben sie mit Steinen davon ab, und wurde selbige noch den Abend im Garten wieder eingefangen. Der Bär hatte sich hinter dem Schlosse in Gottfried Wenzels Garten gelegt. Da man nun von dem Garten bis an das Luderhäuschen zur Seite des Waldes Jagdnetze ausgestellet, so wurde er mit Trommeln und großem Geschrei aus dem Garten gejagt und bis dahin getrieben. Weil ihm aber das Volk zu häufig auf den Hals kam, schlug er die Netze wieder, lief in den Wald, und kam in das Schmiedehaus zu Plaue, wo er dieselbe Nacht blieb, und des andern Tages in einem Kasten wieder eingefangen und in den Bärengarten gebracht wurde. Wie er nun an dem Orte, wo er zuerst durchgebrochen, wieder zu graben anfing, so wurde er auf Kurfürst Johann George II. Befehl nach Dresden geführt und daselbst gehetzet. (das Luderhäuschen befand sich oberhalb des neuen Lindner'schen Hauses.)
- 3. Juli 1762 Siebenjähriger Krieg - Dem Amt Augustusburg werden 147 Pferde von den Preußen abverlangt
Den 3. Juli erging Ordre von dem in Freiberg stehenden Rittmeister, welcher das Exekutions-Kommando über hatte, über die von den Preußen von Sachsen geforderte Brandschatzung, Quatember und Schockgelder, wie auch Lieferung, dass das Amt Augustusburg ihre zugeteilten 147 Stück Pferde binnen acht Tage nach Freiberg stellen sollte bei der Schärfsten Exekution, aber sonst müssten zur Strafe für ein Pferd zwei gestellt werden. Stadt Schellenberg musste drei Pferde stellen.
- 1. Juli 1845 - Versteigerung der letzten Luxus-Plätze für die besseren Bürger in der nach dem Brand von 1831 neu erbauten Kirche.
Die Plätze, sowohl im Schiffe, als auf den Emporen, sind für jedermann zugänglich; während hingegen die beiden unten am Altarplatze befindlichen Kapellen für die allhier angestellten Königlichen Beamtem und Offizianten, und die über der Kanzel befindlichen den Familien der in hiesiger Kirche amtierenden Kirchen- und Schuldiener reserviert worden sind. Die übrigen Kapellen sind am 1. Juli 1845 versteigert worden.
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