- 6. November 1761 Siebenjähriger Krieg - Verdächtiger auf der Flucht
Den 6. November hat der hiesige Amtslandrichter mit Zuziehung des Amtsfron und etlichen Bürgern, die Verhaftung von Johann Christoph Fuchsen instruiert, auf welchen Verdacht kam, dass er den Amtsschreiber erschossen haben sollte. Da sie ihn nun im Metzdorfer Gericht glücklich antrafen, so hat ihn der Amtslandrichter nach seiner Instruktion durch den Amtsfron schließen lassen, welcher ihm denn auch die Hände vorne zusammenschloss, worauf sie mit ihm fortgingen. Weil sie aber über die Brücke gingen, hatte der Landrichter nach seiner Instruktion den jüngsten Bruder mit sollen zu Amte bringen, welcher sich auf dem Fischhause befand, so ging er dahin, nimmt nicht mehr als einen Bürger mit und denkt, weil er lahm ist, denselben schon fortzubringen, kommt auch glücklich zum wohllöblichen Amte. Da er nun gedachten Fuchsen den bei sich habenden Amtsschöppen Johann Christoph Fischer, Bürger und Weißbäcker, und dem Amtsfron nebst deinem Bürger übergeben. Wie sie nun den Berg herauf nach dem Fichtner Gute gehen, stehet gedachter Fuchs stille, wendet sich um, zieht die Hände aus der Kette heraus, springt den Berg hinunter nach dem Wasser zu, dass ihn Niemand einholen kann schwimmt er durch das Wasser, welches flößig war, und läuft in den Busch hinein. Sie haben ihn zwar verfolgt, aber nicht bekommen.
- 6. November 1831 - Großer Stadtbrand durch Brandstiftung
In der Nacht vom 6. zum 7. November, gegen 1 Uhr, brach abermals Feuer aus, und zwar in einer Scheune, in dem Hause, was jetzt der Fleischermeister Lorenz besitzt, wobei die alte Stadtkirche und neun Häuser gänzlich abbrannten, und eines abgetragen werden musste. Es war noch ein Glück, dass es etwas geregnet hatte. Man war in großer Angst; auch wusste man wohl, dass es angelegt war. Eine Person, auf die der Verdacht fiel, ward arretiert; der Hammerschmied Weinhold in Erdmannsdorf und der Polizeidiener Hunger waren aufmerksam geworden, und ließen ihn festnehmen. Es vergingen mehrere Tage, wo die Einwohner in der größten Angst waren. Es wurde ruchbar, dass er es gestanden hätte, was bei aller Not doch einige Beruhigung war. Er hieß Carl Gottlob Eller.
- 9. November 1834 - Das Lutherdenkmal wird eingeweiht
Den 9. November wurde Luthers Denkmal unter den drei Eichen auf dem Schlossberge gesetzt. Am Tage vorher, den 8. November, hatten die Bürgerschützen Wache dabei, bis den 9. November nachmittags 2 Uhr. Bei dieser Feier beteiligte sich sowohl die Schuljugend aus der Stadt, als
auch vom Lande mit ihren Lehrern. Die Schützen bildeten einen Kreis um die Jugend, um die Honoratioren und um die Geistlichen, welche sich ebenfalls dem Zuge angeschlossen hatte. Die wohllöbliche Kantorei war mit Gesang und von Trompeten und Pauken begleitet, gleichfalls bei dieser Festlichkeit, wobei Herr Pfarrer Grohmann und dann Herr Gerichtsamtmann Förster eine Rede hielten, worin Letzterer die Schriften von dem Jubelfeste und andere Nachrichten, welche sich in dem Monumente befinden, erwähnte. Hierauf hielt Herr Vikar Körner noch eine Rede, und mit dem Gesange: "Nun danket alle Gott etc." wurde das Fest beschlossen.
- 1. November 1861- Die Schule in Borstendorf wird eingeweiht
Auch wurde 1861 ein neues Schulhaus gebaut, was der Gemeinde 6.000 Taler kostet und am ersten November 1861 eingeweiht wurde.
|