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war. Sie wurden größtenteils auf Bergen aufgesetzt, und wenn es etwas wichtiges gab, wurde dieselbe angezündet. Auf dem sogenannten Galgensberg [Galgenberg] befand sich auch eine solche Lärmstange.

            Den 20. Dezember rückten wieder 3 Kompanien hier ein, wovon der Stab in Gahlenz lag, und wo ein Haus 5 und 6 Mann kamen.

            Den 23. sind sie nach Leubsdorf. Der Aufwand war 150 Taler Portion und Ration, 10 Taler 4 Gute-Groschen Botenlohn, 4 Taler 12 Gute-Groschen an Aufwand bei der Kommune.

            Den 31. rückte wieder eine Kompanie in die Stadt, wovon der Stab nach Erdmannsdorf kam.

            Den 2. Januar im Jahre 1762 kamen wieder Offiziere sich umzusehen und noch eine Kompanie in die Stadt einzuquartieren

            Den 7. Januar wurde das Lazarett oder Spital von dem Regiment in die Stadt hinein verlegt, und zwar in zwei Stuben, als zur Frau Ränkewitzen, des verstorbenen Organisten Ränkewitzes hinterlassene Witwe, in dem Hause, was jetzt der Organist Schröpfer besitzt, und die andere bei Meister August Günther, das Haus, was jetzt der Bäckermeister Morgenstern am Markte besitzt.

            Den 14. rückten die hier stehenden wieder aus und hinein nach Chemnitz; desgleichen auch das Lazarett.

            Den 16. Januar, früh um 4 Uhr, kamen wieder andere Quartier zu machen für die Stabsoffiziere, weil der Stab, wie auch eine Kompanie Grenadiere hergelegt wurde. Der Oberst hatte sein Quartier auf dem Jägerhof. Dieselben rückten noch diesen Tag ein.

            Weil aber der König von Preußen auf drei Orten einen Angriff getan hatte, bei Döbeln, bei Nossen und im Altenburgischen, so musste unvermutet den 18., früh um 4 Uhr, das ganze Regiment ausrücken, hinunter nach Mittweida, Es blieb aber die ganze Bagage hier stehen, nebst Weiber und Kinder, wie auch das Lazarett in Hohenfichte. Die Maroden von dem ganzen Regiment, nebst der Bedeckung, kamen auch hier zu stehen.

            Es kam auch ein Kommando Kavallerie mit Assignation nach Stadt Schellenberg; es sollte Hafer und Heu geliefert werden. Da es nun unmöglich war solches sogleich zu schaffen, revidierten sie nachmittags die Scheunen, weil die Bauern Schlitten hatten, welche es fahren sollten. Denjenigen Besitzern welche ihre Scheunen nicht aufmachten, wurden sie mit Gewalt geöffnet.

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